Darmstadt fährt Rad…

… verkündet eine neue Epoche der Mobilitätskultur,

… macht sich stark für eine Zukunft der leisen und sauberen Städte,

… zeigt Wege auf dahin,

… und fordert ein Radwegenetz für ALLE.

Die Stadt Darmstadt hat erkannt, dass eine verkehrstechnische Fokussierung auf das Rad innerstädtisch eine ganze Menge Probleme lösen kann, für die der motorisierte Verkehr verantwortlich ist. Die Stadt gibt immer mehr Geld aus für die Fahrrad-Infrastruktur. Es wird scheinbar einiges gebaut für RadfahrerInnen. Zwei Fahrradstraßen, weiße Streifen an Fahrbahnrändern, Fahrrad-Piktogramme auf Fahrbahnen. Die Präsenz des abgasfreien Zweirades ist immer allgegenwärtiger.

Die Stadt Darmstadt verfolgt dabei die Strategien des Fahrbahnfahrens und des Dualen Systems[1].

Keine dieser Radverkehrstheorien sind bisher erfolgreich umgesetzt worden. Die Länder mit den wenigsten Radverkehrstoten (Niederlande und Dänemark) verfolgen seit Jahren die Strategie der eindeutigen, baulichen Abgrenzung der unterschiedlichen Verkehrsmittelnutzer. Erfolgreich.

Radfahrstreifen und Schutzstreifen als Allheilmittel sind Holzwege. Die Beschränkung auf diese Art der Infrastruktur grenzt rigoros einen Großteil der vor allem potentiellen RadfahrerInnen aus. Auch Kinder und Senioren. Will Darmstadt die Probleme des motorisierten Verkehrs in den Griff bekommen, muss die Stadt eine Infrastruktur schaffen, die die Menschen einlädt, Rad zu fahren.

Eine Infrastruktur, die sicher ist, und auf der sich ALLE sicher fühlen.

Darmstadt fährt Rad tritt dafür ein, dass Steuergelder für eine solche nachhaltige Radinfrastruktur eingesetzt werden.

 

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[1] Fahrbahnfahren: Die Theorie geht davon aus, dass der Radfahrer in der Nähe des Autofahrers am besten wahrgenommen wird. Das Fahrbahnfahren wurde in den 70/80er Jahren von mutigen Radfahrern vertreten, die sich nicht auf den engen Radwegen ausbremsen lassen wollten. Das Fahrbahnfahren wird nicht praktiziert von den Zweiflern und Ängstlichen unter den Radfahrenden.

Das Duale System des Radverkehrs: Langsame Radfahrer fahren auf dem alten 80er Jahre Radweg, Schnelle mit auf der Fahrbahn. Angezeigt durch die Radpiktogramme. Kosten entstehen praktisch keine. Die Verwirrung ist indes bei allen Verkehrsteilnehmern perfekt.